![]() |
||
WILLKOMMEN |
MANTREN als Wegbegleiter
Mantra (sanskrit, m., wörtl.: "Instrument des Denkens, Rede") bezeichnet in der Meditation eine kurze Wortfolge, die repetativ rezitiert wird - auch Japa genannt. Dies kann entweder flüsternd, singend oder in Gedanken geschehen. Im Hinduismus, im Buddhismus und im Yoga ist das Rezitieren von Mantren während der Meditation, im Christentum bzw. in jüdischer oder islamischer Tradition während der Kontemplation üblich.
Das "Gayatri Mantra" - wohl das Bekannteste aller Mantren - half mir vor Jahren aus einer schweren SEINskrise. Ich rezitierte es täglich 108 Mal hintereinander, über mehrere Wochen. Das Ergebnis war ein Gefühl voller Freiheit und Glück. Heute nutze ich Mantren als Meditation, da es mir nicht leicht fällt, meine GeDANKEn zu klären. Manchmal singe ich sie auch spontan, wenn sie mir in den Sinn kommen. Es ist herr-lich, die Kraft der Mantren und die Verbunden-heit mit ALLEM WAS IST zu spüren. Die Mala Bevor Du aber "Deine Mala" zum ersten Mal verwendest, solltest Du sie energetisch reinigen und segnen.
Danach segne sie vor jeder Benutzung und lade sie mit Kraft auf. Dazu umschließe sie mit beiden Händen und puste über sie, damit sie mit Prana angereichert wird. Du kannst auch noch ein spezielles Mantra über sie sprechen, um sie noch mehr aufzuladen: Handhabung der Mala: Das Zählen (man "zählt" nicht wirklich, die Perlen übernehmen das für uns) oder Besprechen der Gebetsperlen mit dem Mantra, beginnt bei der Perle, die sich neben der Meru-Perle befindet. Nach jedem Mantra gleite mit dem Daumen eine Perle weiter. Kommst Du wieder zur Meru-Perle, zähle und überspringe sie nicht, sondern wende die Mala und beginne die nächste Runde mit der Perle, mit der Du die vorherige Runde beendet hast und gleite so wieder weiter von Perle zu Perle. Bei Malas mit 108 Perlen werden in der Gesamtzählung nur 100 Perlen veranschlagt, um damit möglichen Versehen oder Unaufmerksamkeiten während des Japas entgegen zu wirken. Das heißt, zehn Runden auf einer 108-perligen Mala werden lediglich als 1000 Mantras gewertet. Behandle Deine Mala mit Respekt und achte sie. Lege sie niemals auf den Boden oder auf eine Sitzfläche, denn damit würdest Du sie "beschmutzen". Bei starker Beanspruchung der Mala, reißt die dünne Schnur manchmal. Sammel dann alle Perlen achtsam zusammen und fädel sie neu auf. Anschließend reinige und segne sie erneut. Grundsätzlich dient das Japa mit der Mala der Ausrichtung des Geistes und der Vertiefung der Konzentration. Je nach der Art des Mantras und des gewählten Materials der Perlen und dessen Ausstrahlung, können sich aber auch weitere Nutzen daraus ergeben.
Die bekanntesten Mantren Zu den folgenden Mantren (Mantras) gibt es jeweils sehr unterschiedliche Melodien und Arten des Rezitierens. Du kannst dir eine vorgegebene Melodie oder Art beibringen lassen oder aber auch eine eigene Melodie und Art finden. Wichtig ist immer die Bewusstheit und Hingabe beim Singen/Rezitieren und die korrekte Aussprache.
Om Bhur Bhuvah Svaha Om, wir meditieren über den Glanz des verehrungswürdigen Göttlichen, den Urgrund der drei Welten, Erde, Luftraum und himmlische Regionen. Möge das Höchste Göttliche uns erleuchten, auf dass wir die höchste Wahrheit erkennen.
Om Sat Chit Ananda Parabramha Hari Om Tat Sat Ich verneige mich vor dem höchsten Wesen, das Existenz, Bewusstsein und Glückseligkeit ist. Ich verneige mich vor dem Göttlichen, das sich in menschlichen Formen und in unseren Herzen manifestiert. Ich verneige mich vor dem weiblichen und vor dem männlichen Aspekt des Göttlichen. Gott ist die Wahrheit – das wahre SEIN (ähnlich wie: AMEM > so ist es) Eine Beschreibung Gottes ist Sat-Chit-Ananda:
Om Namah Shivaya Ich neige mich vor dem Herrn Shiva" oder "Ich gebe mich dem höchsten Göttlichen hin" oder "Ich vertraue mich Gott an" oder auch "Ich ehre das innere Selbst". Es ist in der Bedeutung vergleichbar mit dem christlichen Satz "Dein Wille geschehe“.
Loka Samasta Sukhino Bhavantu Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein!
OM TARE TUTTARE TURE SOHA OM: siehe oben
Om mani padme hum Manchmal übersetzt: Gegrüßt seiest Du Juwel in der Lotusblüte OM – befreit vom Leid der Götterbereiche
Om Asato ma Satgamaya Führe mich von der Unwirklichkeit zur Wirklichkeit.
Om Trayambakam Yayamahe Ich verehre den dreiäugigen Gott, der süß ist und alle Wesen nährt [Anmerkung: Gemeint ist der göttliche Aspekt Shiva, der mit zwei Augen auf die physische Welt schaut und mit dem dritten Auge ins Absolute blickt]. Möge er mich so mühelos von meinen Anhaftungen befreien, wie eine reife Gurkenfrucht von deren Pflanze abgetrennt wird. Om Sarvesham Svasti Bhavatu Möge diese Gunst für alle Wesen da sein. Möge Frieden für alle da sein. Möge Fülle für alle da sein. Möge Wohlstand für alle da sein. Sarve Bhavatu Sukhinah Mögen alle Wesen glücklich sein. Mögen alle Wesen frei von Behinderungen sein. Mögen alle Wesen das Gute in den anderen sehen. Möge niemand an Traurigkeit leiden. Asato Ma Sat Gamaya Führe mich von der Unwirklichkeit zur Wirklichkeit. Om Purnamadah Purnamidam Dies ist das Ganze. Und das ist das Ganze. Aus dem Ganzen manifestiert sich alles. Selbst wenn das Ganze verleugnet wird, so bleibt auch dann wieder das Ganze übrig. Frieden. Frieden. Frieden.
Anandoham Anandoham Ich bin Freude. Ich bin Freude.
Om Shanti Shanti Shanti Om Frieden Frieden Frieden
pdf-Datei "Die bekanntesten Mantren" zum Download
TIPP: Schöne Mantren-Versionen haben Deva Premal und Nina Hagen auf CD herausgebracht.
|
ARTWORK
|